Hier sind also die “Ergebnisse” unseres Powerweekends. ;) Super wars, und darum hier ein ausführlicher Bericht und zwei PDF Dateien mit vielen Bildern.

Viel Spass beim Anschauen und lesen.

PDF Teil 1

PDF Teil 2

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Sodeli, für die die keine Ahnung haben: Jana (borderpower.de.vu) und ich haben an der Hundemesse Hund07 in Winterthur zusammen die Dogdance Teams fotografiert, und die Bilder vor Ort verkauft.

In einem Satz: es war abartig stressig, aber wir haben viel gelernt, und vorallem: viel verdient!

 

Aber da ich mich nie kurz fassen kann, hier ein ausführlicher Bericht. ;)

 

Den ganzen Donnerstag hatte ich ein wahnsinnig flaues Gefühl im Magen, ich hatte riesen Zweifel, ob wir dass alles hinkriegen werden oder nicht. Am Abend dann ging das Gestresse schon los, es musste gepackt werden, und nachts um 11 kam dann die grosse Frage auf: Kommt der riesen Drucker mit oder nicht, denn schon da merkten meine Mutter und ich: die gesammte Ausrüstung war abartig schwer! Ich beschloss dann doch, dass das Teil mitkommt, obwohl ich noch keine Ahnung hatte, wie ich die Strecke vom Bahnhof zur Halle schaffen soll, geschweige denn das Umsteigen mit dem mortzschweren Koffer!

Am Freitag morgen, mehr oder weniger ausgeschlafen gings mit der gesamten Ladung Richtung Basel, da musste ich den Koffer einschliessen, (idiotisch, ich musste erst zwei Erdgeschosse weiter runter) wieder rauf, und dann aufs Tram das Mietobjektiv abholen, und wieder zurück. Erstaunlicherweise hatte ich mehr als genug Zeit, es hat locker gereicht noch Ticket zu lösen, und mich über die behindi Automaten zu ärgern. (Der wollte meine 100er Note ned annehmen, nur 50er und 20er. Hatte aber logisch keine andere dabei.)

 

Umsteigen in Zürich klappte locker, in Winterthur selber dann wurde es sehr happig. Erst mal die Treppe (hatte keine flache Rollerbahn daneben) das Teil runter hieven, drüben wieder hoch, und dann die guten 10 Minuten zur Halle gehen. Mensch war der Koffer schwer! Abartig echt. Schön alle paar Meter den Arm wechseln, kam ich dann keuchend und hechelnd mit wundervollen Krämpfen in den Armen vor der Halle an, wo ich auch schon Claudia anrief, hatte ja keine Ahnung wo ich hinsollte mit dem ganzen Zeug. So ganz verstanden hab ichs ned, nachgefragt natürlich auch nicht, wie immer. Also ging ich einfach mal drauflos, das einzige was ich verstand war: Nicht in die Halle. Aaaaha. Hm… nur schwierig, wenn man quer durch die Halle gehen MUSS. Ich kam dann schon bald beim Ring an, und wunderte mich schon da, denn es war weit und breit kein Mensch zu sehen, geschweige den irgendeine musikalische Anlage. Naja, ich platzierte mich dann bei dem Tischchen, und richtete mich gemütlich ein, den dieses mal habe ich mir reichlich Zeit eingerechnet, damit ich auch ja nicht ins Gehetzte reinkomm. Um 12.45 Uhr wurde die Sache dann schon sehr, sehr spanisch. In einer viertel Stunde soll das Turnier beginnen, und noch immer ist weit und breit keine Menschenseele. Irgendwie wurde ich langsam nervös, wollte doch eigentlich noch kurz meine neue Ausrüstung wenigstens einknipsen, damit ich mal kurz die Einstellungen testen konnte.

So ging ich mal drauf los, wollte mal ein bekanntes Gesicht suchen gehen, als ich plötzlich bemerkte, dass in der anderen Halle reges Treiben war. Es kläffte, winselte, rief, und klang… Irgendwie wieder typisch. Ich hatte mit tatsächlich am falschen Ring platziert! Und so ging das Gehetzte los, irgendwie wars ja klar, war wäre ich auch ohne Stress. ;) Also innerhalb fünf Minuten alles wieder abbrechen, und drüben wieder aufstellen. Zum Glück hat mir Martin geholfen, ich wär sonst total aufgeschmissen gewesen.

 

Kaum wär ich fertig, und hatte zwei Testfotos geschossen, war auch schon der erste Tanz. Irgendwie merkte ich erst jetzt, dass ich voll unvorbereitet war, Sachen wie das Einordnen von Bildern und so, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Petra, welche ich ein paar Tage zuvor angemailt habe, um mir am Freitag etwas zur Hand zu gehen, hatte dann die gute Idee, Startnummer und Name von jedem Team als Ordnername zu nehmen. So machten wir das dann auch alle drei Tage durch, so wars am Übersichtlichsten.

 

Schon nach dem zweiten Tanz war ich voll im Stress, Hunger hatte ich längst keinen mehr, dabei bin ich vor zehn Minuten noch fast gestorben, und komischerweise hörte mein Bläschen urplötzlich auf zu drücken. Joa, schon praktisch, wie der Körper im Stress reagiert. ;) Denn Zeit zum Essen oder aufs Klo zu gehen hätte ich ohnehin nicht gehabt.

Dafür gabs dann so um 14.30 Uhr rum eine tolle Überraschung. Da sassen doch tatsächlich plötzlich Doris mit dem Brownie neben mir. Mensch ist der gewachsen, aber ein voll cooler Hund! Der stieg doch glatt über Doris rüber und schlabberte mir das Gesicht ab. Echt, ein richtig traumhaft zutraulicher und offener Hund. ;) Könnte glatt als Labbi zurchgehen, also rein vom Wesen her gesehen. Und da soll noch einer behaupten, Appenzeller seinen reserviert und eher skeptisch. Wir machten dann noch kurz ab, dass wir uns, wenn ich mal Zeit habe, vor der Halle treffen, damit ich ein paar Fotos vom Brownie machen kann, und natürlich noch über dies und das quatschen könnte. So gab mir Doris die Nummer der Frau die mit ihr da war, und welche ich einfach nicht einordnen konnte. Sie kam mir sehr, sehr bekannt vor, und auch der Name sagte mir eigentlich viel, aber irgendwie fehlte der „aha“-Effekt. Naja, machte mir nicht weiter Gedanken drüber und ging wieder ans Fotografieren, der nächste Starter stand schon bereit im Ring.

 

Natürlich war ich viel länger als 16.00 Uhr eingespannt, als alles fertig war, und ich auf die Uhr schaute war es bereits 18.30 gewesen. So packte ich das wichtigste zusammen, und nach einigem Reden mit den Leuten machte ich mich mit Koffer, Kamera und Laptop (Hach, es war herrlich leicht) auf den Weg zu meiner Übernachtungsstelle. Natürlich fuhr in Kollbrunn kein Bus mehr, also musste ich eine halbe Stunde auf den nächsten warten, und nach einem Telefon mit Elisabeth (da durfte ich übernachten) fanden wir uns dann auch. Der Abend war gemütlich, das Aussortieren der Bilder ging schnell, und der „aha“-Effekt wegen der mysteriösen Frau kam dann doch nicht, so dass ich schon um halb elf ins Bett schlüpfen konnte.

 

Nach einer langen (oder eher kurzen) Nacht, war ich um 7 dann entgültig uneinschlafbar wach, von ausgeschlafen konnte nicht die Rede sein. Ich hasse es, müde zu sein, aber dennoch nicht schlafen zu können. Zudem fühlte ich mich sehr „kränglich“, hatte Kopfschmerzen, und die Nase war zu. So nahm ich am morgen dann was gegen eine anmarschierende Erkältung, und nach dem „Zmorge“ gings auch schon wieder auf nach Winterthur. Heute sollt dann auch Jana endlich ankommen, ich freute mich total auf das Wiedersehen, wusste aber, dass alles ziemlich stressig werden würde. Ich wusste ned mal, ob ich um 11.00 Uhr überhaupt genug Zeit hätte, sie vor der Halle abzuholen.

 

Angekommen, richteten wir einen anderen Tisch grad beim Eingang zum Einwärmring ein, damit die Leute auch gut zu unserem Tisch kommen konnten, und auch restlos alle Starter uns auch sahen. ;) Wieder wurde es gegen Schluss sehr stressig, zu wenige Steckdosen, also musste eine Kabelrolle her, aber leider braucht auch jede Kabelrolle eine Steckdose, und die war quer durch den Eingang. Jeder wäre drüber gestolpert. Also kurz und knapp an den Boden angeklebt, und los gings. Der erste Starter stand schon in den Startlöchern, als das Natel klingelte: Jana ist angekommen. Oh Mann, genau jetzt. Also auf die Plätze fertig los, durch die Halle nach drausen, um die ganze Halle gerannt, Jana begrüsst, Box abgenommen (Menschenskind, zum Glück wiegt das Teil nur ne halbe Tonne) und wieder zurück. Am Tisch angekommen hatte ich grad genug Zeit, die Cam zu schnappen, und schon lief die Musik! Knapper gings ned, Claudia stand schon mit der Cam in der Hand da, um für mich kurz einspringen zu können.

 

Der ganze Morgen war wie schon erwartet das reine rumgehetzte, Mittagessen fiel mehr oder weniger ins Wasser, irgendwie blieb auch der Hunger weg, erst als mich Jana zum Pommesessen zwang, füllte sich mein Magen mal ein wenig. Wobei: Kalte Pommes… es gibt’s besseres. Die Aufträge kamen in Massen an, und kaum war man mit jemandem fertig, standen schon zwei weitere da, ich hätte nie im Leben gedacht, dass die Fotos so beliebt sind! Vor allem die CD-Rom’s gingen weg wie warme Semmel.

 

Am Abend dann wieder nach Kollbrunn, mit massenhaft Heimarbeit. Zum Nachtessen reichte es noch, dann mussten wir uns schon wieder todmüde an den Laptop setzte. Jana ging die Aufträge durch, schrieb alles schön geordnet (ich und Organisation…) auf, und ich bearbeitete Bilder. So um 23.00 Uhr ging sie dann langsam zu Bett, ich machte noch weiter, um 00.30 Uhr ging auch ich in die Heia.

 

Diese Nacht verlief einiges besser, die Couch war irgendwie bequemer wie das Bett. Siro (Hund von Elisabeth) weckte mich dann um 7 mit einen mehr oder weniger sanften Schlabber übers Gesicht, also begann mein Tag wieder viel zu früh, dafür herzlich.

 

Diesmal wussten Jana wie auch ich, dass der Sonntag wohl echt hart stressig werden würde, Heimarbeit lag heut nicht drin. Mit anderen Worten: Durcharbeiten und zwar ohne Pause. Diesmal verliess ich den ganzen Tag nie meinen Platz! Wir ernährten uns den ganzen Tag, genau wie auch schon am Samstag von Gummibärchen und Traubenzucker. Jana fotografierte die meiste Zeit, während ich hinter der Kiste sass, und wie besessen meine Tastenkommandos eingab. Im Akkord wurden Bilder durchgelassen, rübergeladen, gebrannt und verkauft. Zwischendurch wurde auch mal gewechselt, und zu meinem Erstaunen wurden meine Bilder immer Bein, Schwanz und Pfotenvoller. Freitag und Samstag hab ich fast immer was abgehauen, war total nervig! So um vier Uhr kamen dann Janas Eltern, sie spendierten uns dann nochmals je eine Portion Pommes. Meeeensch, waren die lecker! So schön warm, knusprig, gefüllt… sooo lecker. Ich glaube, Pommes haben mir noch nie so geschmeckt wie da, sie waren so fein, und herzlich, eine richtige Wohltat.

 

So langsam kam der Anlass zum Ende, nur die Fotointeressenten nicht. ;) Und kaum war mal etwas Ruhe, wir machten uns grad zum Standbummel parat, gings munter weiter mit Bestellungen. Jana rechnete zusammen, schrieb alle bezahlte auf, zähle da Geld, während ich weiter machte mit Bilder mit Interessenten durchschauen.

 

Iiiirgendwann, machte sich Jana parat zum heimgehen, und auch ich begann da zusammen zu räumen, doch noch mit Aufträgen im Koffer, und kaum habe ich den Laptop runter gefahren, kam schon jemand, ob man den noch Bilder anschauen könne. Jetzt war aber fertig, dass hätte mein Lapi nicht überlebt, der musste echt das ganze Weekend durch volle und ganze Arbeit leisten. Der Speicher war bis zum letzten Aufgebraucht, und das, obwohl ich am Donnerstagabend alles runter genommen hab.

 

Der Heimweg, der war dann der krönende Abschluss. Vor lauter Hunger hatte ich keinen Hunger mehr, mir war wunderbar schlecht, und ich war zum Umfallen müde. Mein Bett war irgendwie schon lange nicht mehr so gemütlich.

 

 

Erst war ich mir gar nicht sicher, ob ich mir das ganze nochmals antun werde, aber inzwischen sind Jana und ich uns einig: Jederzeit wieder. ;)