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Freitagabend, das Telefon klingelt. Also mal träge vom bequemen Ferseherschauen hochgerappelt, und zum Hörer gerannt, zu meinem Erstauen wars Alessia. Aless ist eine alte Schulkollegin, und eigentlich haben wir nicht mehr soo viel miteinander zu tun. Umso mehr erstaunte es mich, dass sie mich fragte, ob ich Lust hätte, am nächsten Freitag mit ihr an das Plüsch-Konzert im Z7 in Pratteln zu kommen. Gratis natürlich, sie habe ein Ticket zu viel. *schreck* Ich war total erstaunt, und gab auch bald Bescheid, dass ich mitkomme.
Die ganze Woche war ich nicht mal gross nervös oder so, hab auch nicht oft dran gedacht. Allgemein gesehen wusste ich, dass “Heiweh” von ihnen ist, wohl eines der genialsten Lieder. Es hat mich vor allem in meinem Welschlandjahr oft begleitet. Viel mehr wusste ich nicht, die CD damals war gebrannt, so hatte es einfach viele schweizerdeutsche Lieder drauf, von wem sie aber waren, wusste ich nicht so genau.
So gegen Feierabend am Freitag meldete sich so langsam ein flummriges Gefühl im Bauch. Am Vorabend hat mir Aless noch gesagt, dass Denja auch noch mitkomme. Freute mich auf die beiden Mädels, wir haben wirklich lange nichts mehr miteinander gemacht. De war damals auch mit uns in der Klasse. Also eigentlich nur sie zwei zusammen, ich war ja zwei Stufen höher, aber wir waren ja vier Klassen zusammen.
Um 16.24 Uhr gings auf den Zug, natürlich war wieder ein Gestresse, da ich noch die Jacke und den Rucksack im Schliessfach am Bahnhof einschliessen musste, und ich im Geschäft doch länger war als geplant. Naja, ich ohne Stress...
Endlich in Basel, war ich grad schon sehr über De's neue Frisur erstaunt, sah wirklich klasse aus, mal total was anderes wie früher. Zusammen bummelten wir noch im Zeug rum, Mc Do und so, und mit zwei Happy Meals im Schlepptau gings dann in de Zug. Jaja, drei verrückte Weiber, zwei Happy Meals und alles nach Feierabend im Zug... Es war lustig. ;) Die komischen Typen neben uns wollten nicht mal unsere leckeren Pommes annehmen. Tztz.
Ausgestiegen, wusste natürlich keiner von uns wodurch, also gingen wir einfach mal. Natürlich in die falsche Richtung. Die Dame im Kiosk half uns auch nur mässig, zudem kriegte ich noch einen doofen Spruch zugesteckt, weil ich unseren Abfall in ihrem Kiosk-Abfalleimer entsorgen wollte. Sie hat dann einen Mini-Vortrag von mir verpasst gekriegt, ist ja aber wirklich so! Wenn mans auf die Strasse schmeisst, meckern alle, wenn mans neben oder auf den Eimer stellt, ists auch nicht recht, und jetzt meckern sie sogar, wenn mans in den Abfall schmeisst! Also nahm ich den ganzen Kasumpel wieder mit. *träller* Komischerweise fanden wir in der Bahnhofsunterführung keinen einzigen Abfalleimer, so nahm ich das Zeug halt ganz mit auf den Weg. Nun, auf der anderen Seite der Unterführung, wussten wir genauso viel wie zuvor. Also quatschten wir wieder jemanden an, der war aber wohl eine Generation Älter als wir, und wusste genauso wenig, wo das Z7 war. Er gab uns den Tipp, einen Ortsplan zu suchen, der sei auf der anderen Seite der U-Führung. Na toll. Da wir ja sooo arme müde Mädels waren, hatten wir keine Lust, wieder rüber zu gehen, und latschten mal drauf los. Irgendwie wussten wir so ungefähr, dass wir Richtung Industrie mussten. Ok, De‘s Paps half uns per Natel. Ein kleines Bisschen aber nur. Wirklich. Gar nicht der Rede wert. So fanden wir uns Beim Ikea wieder, wo ein Plan stand, und tatsächlich waren wir nicht weit weg davon. Nur dummerweise gingen wir gescheiten Leute an der Abkürzung vorbei, und mussten nun um da ganze Kasumpel rumgehen, und trotzdem wir davor standen, fanden wirs nicht! *arg* Es stand nur Überall angeschrieben, “Parkplatz Z7”. Irgendwie komisches Gefühl, wenn man weis, dass man vor was steht, aber es nicht finden kann. ;) Ein lieber “Oranger” (Helfer) hat uns dann gezeigt, dass wir bloss die Strasse runter müssen, wir standen nämlich tatsächlich davor. ;) Nicht mal 100m warens noch. *hüstel* Die anderen Zuschauer konnte wir gar nicht sehen, die hockten alle vor dem Eingang hinter den Bodyguard Cars.
Nun, eine Stunde zu früh, hatten wir noch genügend Zeit, über dies und das zu quatschen und tratschen, man hat sich nach so langer Zeit ja einiges zu erzählen, und man kann ja so herrlich über die guten alten Zeiten reden. :) Zudem hatte es ziemlich viele Kicherweiber, über die man sich aufregen konnte. *kicher*
Also endlich die Eingänge aufgingen, ging das Gedränge los. Von Hinten wurde geschoben, Vorne gebremst... Ja, es war eng. Unsere Taschen wurden dann gründlich untersucht, und dann waren wir endlich drin. Ja, so standen wir nun, ziemlich weit vorne, und warteten eine weitere Stunde. Zwischendurch mal aufs Klo oder so, und endlich, mit 20min Verspätung gings endlich los mit der Vorband.
Plüsch erklärte kurz, wer sie waren, und woher sie kamen. Selfmade nannten sie sich, und die Band selber gabs so erst seit September. Es war ihr erster Auftritt in dieser “Liga” (immerhin 1500 Leute) und sie hatten eine Art Videowettbewerb von Plüsch gewonnen, bei dem Plüsch das Video auswähle, von welchem sie fanden, würde die Band als Vorgruppe passen. Könnt ihr hier finden.
Naja, was soll ich sagen... Ich fand die Jungs toll. Ich. ;) De und Aless waren da anderer Meinung, genauso wie Teil Mädels um ums rum. Die Meinungen waren sehr geteilt, vom Kinder kriegen wollen, bis zum ganz vereinzelte Buhruf war so ziemlich alles dabei. Falls ihr euch eure eigene Meinung bilden wollt zu ihrer Musik, könnt ihr hier drei Songs von Selfmade anhören und downloaden. Und hier gehts zu ihrer HP mit Infos über sie, und auch Bildern vom Auftritt im Z7. Und jaa, iiirgendwo da ganz weit vorne waren wir drei Grazien. ;)
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