Das Fritzchen

Tja, über das Fritzchen einen Text zu schreiben fällt mir nicht sehr schwer! Ein zweites Fritzchen gibts nicht, ein Hund, der wohl ein ziemliches Original ist. Ein tolpatschiger, “gut gebauter”, liiieeeber, singender, und mit riesen Pfoten ausgestatteter Hund! Wie auch immer.

Eigentlich gehört er ja gar nicht mir, er ist nämlich der Hund meiner Grossmutter! Und zwar war das so, das als wir die Molly zu zweiten Mal besuchen gingen, das Fritzchen doch einfach der armen, wehrlosen Grossmama das Herz klaute. Böse Sache. So zogen nicht nur einer, sondern gleich zwei junge Hunde bei uns ein, und der Hundetrainer fragte uns zu recht, ob wir den noch ganz bei Trost seinen. :o} Ein hartes Stück Arbeit war es allemal und ein zweiten Mal würde ich das nur schon aus erzieherischen Gründen nie mehr machen. Aber trotzdem, also für absolute Hundegreenhorns und zwei so grosse Hunde haben wir sie wirklich nicht schlecht hingekriegt. Natürlich, beide lieben sich, doch machen sie nicht grad die Krise, wenn einer mal eine Zeit lang fehlt, wie man das sehr oft von Tierheimhunden hört. Das einzige, was wohl etwas nervig ist, wenn beide zusammen auf Hunde treffen, werden sowohl Molly wie auch Fritz doch manchmal ungemütlich. Vorallem wenn ein Rüde dabei ist. Dann muss der Fritz immer wieder die Molly beschützen, und knellt dann. Also er burrt. Ähm... naja, halt einfach das, was mann eine Mischung aus knurren und bellen nennt.  Und das ist sehr laut.

Leider haben wir Fritz viel zu früh kastrieren lassen, so das es zu einer Wachstumstöhrung kam. Daraus kommen auch die giga Pfoten, und der unförmige Body. Seine Hundesportkarriere verlief darum nicht so, wie ich sie gern gehabt hätte. Wenn dieses Problem nicht wäre, hätt ich mit ihm Schutzhund begonnen, da er auch jetzt noch, mit bald sieben noch sehr gerne spielt, obwohl wir nie gross mit ihm was machten in dem Sinne. Auch andere, ehere auf Ausdauer gehende Sportarten, wären mit ihm mehr drin, doch jetzt ist es wohl vorbei. Da er immer der “arme” war, ist er sehr verwöhnt, bekommt hier mal ein Brötchen, da mal ein Resten, und so ist es nicht sehr leicht, ihm was abzuverlangen, den schon nach kurzer Zeit mag er nicht mehr. Ich geb mir Mühe, immer wenn ich da bin mit ihm auch was zu machen, wenns nur ein paar mal den Frisbee werfen ist, aber ist noch schwer, wenn im Hintergrund immer jemand ist, der mich darauf aufmerksam macht, ihn ja nicht zu überfordern, wegen seiner Hüfte.

Trotzdem mach ich mit ihm Dogdance und er hat Freude dran. Auf Spaziergängen ist er auch immer dabei, und wenn die Molly nicht dabei ist, dann liebt er auch andere Hundegesellschaft sehr.