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Hund08 in Winterthur
So, nach zwei Wochen erholen vom Schrecken, nun doch endlich der Bericht zur Hund08. Und ok, soo schlimm war es eigentlich gar nicht, wenn man mal alles Technische weglässt... aber von Vorne.
Freitag Morgen begann der Spass schon mal damit, dass ich wie immer völlig überstürzt das Haus verlassen musste, da Madame Kimena 20 Minuten brauchte, um im Garten ihr Geschäft zu erledigen. 20 Minuten sind in meinem morgentlichen Zeitplan eine enorm lange Zeit! Und ich habe extra eine Stunde eingeplant, welche locker hätte reichen sollen für eine Dusche, den Rest sorgfältig zusammenpacken, etwas Frühstücken und mit dem ganzen Bagage gemütlich zur Busstation gehen. Und es hätte auch gereicht, aber eben. Frühstück viel weg, sorgfältiges Zusammenpacken auch, ganz zu schweigen von gemütlichem “Gehen” zur Busstation.
Erst mal, nachdem ich einen Rekordverdächtigen Spurt mitsamt einer monströsen Box unterm Arm, einem tonnenschweren Rucksack auf dem Buckel, einem noch viel tonnenschwereren Rollikoffer zur Rechten, und einem hüpfenden Hundebaby zur Linken hingelegt hatte, kam ich nicht in den doofen Bus rein! Der hielt an, und machte aus unerklärlichen Gründen nur einen Türflügel auf. Becci fröhlich drauf los, bis es plötzlich Ruckartig nicht mehr weiterging. Also zweiter Anlauf... eine nette Frau kam mir dann zu Hilfe. Zum Glück war um die Zeit kaum einer im Bus, dass wär ja ne peinliche Nummer gewesen.
Also mal weiter Richtung Basel. In Basel selber dann, wollte ich Yasmina eine SMS schreiben, und naja... so sehr ich auch suchte, ich konnte einfach mein Handy nirgens finden. Nachdem es mir kalt den Rücken rauf und runter gelaufen ist, beschloss ich, mich nicht hilflos, klein und allein zu fühlen, denn schliesslich lebten ein paar milliarden Menschen schon ein paar tausend Jahre lang vor mir ohne Handy. Irgendwie würde es schon gehen.
Mein Hundebaby war natürlich wieder genial auf der Zugfahrt. Soooo brav, und sooo lieb, und sooo süss... ;) “Och wie lieb, ist das ein Aussie?” “Nein, es ist ein Mischling. Der Vater war ein Border.” “Echt? Ja dann...” *augenverdreh*
In Winterthur trafen wir dann Yasmina, welche schon geduldig auf uns wartete, und sogar am genau richtigen Ort! *staun* :D
Als wir in der Halle ankamen, da gings erst richtig los. Erst mal Box aufstellen, Hund versorgen, Laptop auspacken... Aha, Laptop hat kein Word. Aha, Laptop braucht zum öffnen eines Fensters 5 Minuten... Aha, er hat nur zwei USB Anschlüsse... Aha, Yasmina dachte, ich hätte ein Kartenlesegerät dabei, und ich dachte, sie hätte ihres dabei... Aha, der Laptop schluckt den Druckertreiber nicht... ööhm... Naja, also einer rennt (den Job übernahm ich) und holt “kurz” in Winterthur ein Kartenlesegerät, der andere füllt in der Zwischenzeit die Speicherkarten mit Fotos der Teilnehmer.
Jetzt wird sicher alles gut!
*lol* war nur n’Schwerzchen! ;)
Irgendwie fand der gemietete Blitz, dass er jetzt nicht mehr Blitzen möchte, und Yasminas Cam streickte für mehr Pausen zwischen den Blitzfotos, so musste dann das gesammte Weekend meine Omikamera benutzt werden. Aber sie schlug sich sehr tapfer, sie krampfte jeweils so lange, bis der Akku fix und fertig war! War ein ganz Braves.
Ich mit meinen super Nerven war nach dem Freitag natürlich mehr als platt. Yasminchen brauchte all ihren gesammten Optimismus und gute Laune, um mich bei Stange zu halten. Aber das hat sie prima gemacht, auch wenn es mir schon fast auf den Geist ging. :P Wie kann man nach SO viel Pleiten, Pech und Pannen noch SO Optimistisch sein?? Bewundere ich echt!
Naja, auf jeden Fall war das Weekend noch lange nicht vorbei. Noch sehr lange nicht! Am Abend wurde es viel später wie wir dachten, so mussten wir die arme Vroni anrufen, und mitteilen dass wir später kämen. Natürlich war sie nicht begeistert, was ich ja auch verstehen konnte. Aber ändern konnten wir es leider auch nicht.
So machen wir drei uns auf den Weg nach Winterthur, um dort mit irgend einem Bus an Irgend eine Station und an Irgend eine Hausnummer zu gelangen. Völlig Ratlos standen wir vor dem Winterthurer Busbahnhof und suchten verzweifelt eine gewisse Station, die “Gotzenwil” oder “Gotzenberg” oder “Gotztal” oder sowas heisst. Das Erste fanden wir dann, aber weit und breit keine Zonen. Jeder betete im inneren ein Stossgebet. Ich meinte es mehr als ernst! Echt kurz vor Verzweiflungstuffe dunkelrot, kam ein Mann mit einem Fellknäuel auf dem Arm daher. Er stoppte hinter der Station, und wartet offensichtlich auf den Bus. Yasmina und ich schauten uns kurz an, worauf uns beiden sofort klar war, dass es um viertel vor neun am Freitagabend an einem Bahnhof sicher keine normalere Person geben würde, die uns helfen könnte. So ging ich hin, und fragte erst mal nach dem Hundebaby (logo). Dieses war offensichtlich ein Aussie. Als er klein Kimy sah, naja, da kam dann wieder der hier: “Och wie lieb, ist das ein Aussie?” “Nein, es ist ein Mischling. Der Vater war ein Border.” “Echt? Ja dann...” Neinein, der Herr glaubte mir wirklich, im Gegensatz zu den meisten anderen Leuten, die mich nach meinem “Aussie” fragen. ;) Nun kam unsere Sorge. Wir fragten, nach den Zonen der Linien, und nach den Stationen etc. Seine Reaktion: “Gotzenwil? Ah, da muss ich auch hin.”
Nachdem Yasmina und ich unsere Kinnladen wieder eingefahren hatten, lösten wir unsere Billette und setzten uns in den Bus. Da klingelte plötzlich das Handy von Yasmina, und die Vroni war dran. Sie entschuldigte sich für die vorherige Ungeduld, und teilte uns mit, dass sie natürlich weiterhin mit dem Essen auf uns warten, und sich sehr freuen. Wir sollen lieber ganz als gar nicht ankommen.
Sprachlosigkeit machte sich breit.
Nachdem wir unsere Kinnladen schon wieder einfahren mussten, und unsere Sprache wieder gefunden hatten, kam dann das Herrchen von “Shera” zu uns nach Vorne in den Bus, wo die zwei Kleinen erstmals Bekanntschaft schlossen. Kimena war natürlich todmüde, dermassen viele Eindrücke an einem Tag sind für ein 18 Wochen altes Hundehirn ganz schön viel, aber die kleine Shera wollte spielen. So legte sie sich gegenüber unserer Kimy unter den Sitz und gab ihr “Pfötchen”. Kimy glotze Sheras Tapser auf ihrem Gewerk an, zog ihn weg, und legte ihn auf Sheras Hundefüsschen. Shera fand das lustig, glotze Kimys Pfote an... etc. Es war ja sooo süüüss! Da wurde gleich der halbe Bus ins kichernde Teeniealter versetzt! *lol*
Als wir also in Gotzenwil angekommen und ausgestiegen waren, fragte uns der Herr, wo wir den nun jetzt hinmüssen. Öhm... (allgemeines Schulterzucken) Heinerfranzweg 4. Seine Antwort: “Ah schön, ich wohn im 2.”
Ja, so mussten wir uns schon wieder von einem so “lustigen Zufall” erholen. Ich weiss selber nicht, wie ich es schreiben soll. Aber für mich ist dieser Abend mehr als ein Beweis genug, dass Gott lebt, bei uns ist, und uns auch nach einem völlig beknackten Tag nicht im Stich lässt! Ich bin immer noch fassungslos, wie er das hingekriegt hat! Dieses Treffen hat das Wochenende sozusagen für mich gerettet.
Vroni kam uns dann auch schon entgegen. Wir machten kurz mit Heinz (jep, der Mann mit dem Aussie) ab, dass wir uns mit den Kleinen am Sonntag morgen treffen, damit sie einmal richtig zusammen spielen können.
Einige Minuten später lernte Kimy dann auch grad Quincie kennen. Der war ein sehr freundlicher Herr mit der kleinen Kimena und begrüsste sie völlig ohne Murren im neuen Heim. Wie schön erwähnt, ist er echt ein genialer Hund, speziell ein genialer Appenzeller! Wer nicht grad weiss wer er ist, der möge HIER schauen. ;) Er zeigte sich auch mir und Yasmina gegenüber völlig freundlich. Er kam kurz schnuppern, und ging dann wieder, ohne bellen, ohne knurren... einfach so, wie ich mir das vorstelle. Wenn Herrchen und Frauchen Fremde hereinlassen, dann ist das ok. Ganz anders wie andere Hunde, die sich bei Besuch fast nicht mehr beruigen!
Nach einem super leckerem Raclette, setzten wir uns noch etwas zusammen und schauten Bilder an, redeten und erzählten... immerhin hat man sich ein dreiviertel Jahr nicht mehr gesehen. Was mich natürlich auch sehr gefreut hat, waren die vielen Quinciebilder von mir, die alle ganz spezielle Plätze gekriegt haben, und sogar zu Kalender und Taschen verarbeitet wurden. Das macht das Fotografenherz froh. :D Kunden, die so Freude an den Bildern haben!
Am Abend dann gabs noch eine Premiere. Vroni und ich gingen mit Quincie und Kimena noch raus, und da flitzte die Kimy das aller erste mal mit einem Hund über eine Wiese! Vorher hatte sie ja ausser mit Fritz nie gespielt. Am Nachmittag dann das erste mal mit Saybia, dem Borderchen von Saskia, und dann eben am Abend mit Quincie. Da hatte ich echt Freude dran!
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So endete der erste Tag, und nun konnte ich schon nicht mehr alles sooo negativ sehen.
Der Samstag lässt sich eigentlich kurz fassen. Am morgen hat uns Dieter nach Winterthur geführt, wos dann auch wieder losging mit Fotografieren. Zu meiner Beunruigung kam aber kein Mensch vorbei, irgendwie waren es allgemein viel weniger Starter wie letztes Jahr. Dafür kamen jenste Leute, und wollten Fotos vom Freitag. Es tat mir ja so leid, aber ich musste allen eine Visitenkarte in die Hand drücken. Ja, aber jetzt sind die Bilder ja auch auf meiner Page. :)
Ja, so war der Tag auch bald vorbei. Kimena war genial, sie döste in der Box, rannte drausem rum, gehorchte aufs Wort (wie immer) und spielte wieder mit Saybia. Sie war freundlich mit jedem und genoss die viele Aufmerksamkeiten und Streicheleinheiten der Messebesucher, als wir eine kleine Runde durch die Stände drehten.
“Och wie lieb, ist das ein Aussie?” “Nein, es ist ein Mischling. Der Vater war ein Border.” “Echt? Ja dann...”
*reusper* Auf jeden Fall war sie der Star. :D
Am Abend kam uns Dieter wieder abholen, und so gings diesmal beizeiten auf zum Nachtessen. Und da hab ich das erste mal Mexikanisch gegessen. Vorni ist eine sehr gute Köchin, vielfältig und mit viel Liebe! So, wie es sich für eine gute Köchin eben gehört. :D
Nach einer ruigen Nacht mit Yasmina neben, und Kimy unterm Bett (dem Boss gehört ja bekanntlich der beste Schlafplatz *grins*), gings am morgen auf mit den Babys. Ich war so doof, und dachte, Kimy würde es noch 5 Minuten aushalten bis wir draussen sind, aber meine arme Maus musste so dringend, dass sie halt eine riesen Pfütze in die Küche setzte. Tut mir immer noch leid, ich hätte schon längst raus sollen mit ihr! Sie hatt ja für ihr alter schon eine sehr gute Blase, und weiss auch, was Stubenrein ist, aber wenn man sonst halt nirgens kann...
Naja, aber dann gings dann auch raus. Heinz und Shera warteten schon, und die Kleinen legten gleich los. Wir gingen dann auf eine grosse Wiese, wo die zwei Herumflitzten wie die Verrückten. Es machte so spass, den Junioren zuzuschauen! Leider war es noch recht dunkel, so gabs nur ein paar Blitzschrott Fotos, aber ich mag sie total! Es sind so schöne Erinnerungen an ein so Erlebnisreiches Wochenende! Hier also einige Bilder vom Spiel der Hundekinder:
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Am Abend kam uns dann Paps abholen. Darüber war ich sehr erleichtert, da das Gepäck wirklich schweineschwer war. Man nimmt ja bekanntlich immer mehr mit nach Hause, wie man anfangs mitgebracht hat. ;)
Ja, dass wars dann auch mit unserem Weekend. Totmüde war ich allemal, genauso wie Hundi. Aber die hat sich am nächsten Tag schon wieder erholt. ;) Stehaufmännchen. Da bin ich doch eher ein Liegenbleibmännchen. :P
An dieser Stelle möchte ich einmal ein paar Personen danken. Erstens mal sicher Vroni und Dieter, dass sie uns ihr Heim als Übernachtungsstelle angeboten haben, und uns so lieb umsorgt haben! Wir alle drei haben die Zeit bei euch sehr genossen!
An zweiter Stelle ein riesen Danke an Petra, die uns ihren Laptop ausgeliehen hat, nachdem wir mit drei Anderen verschiedenen Laptops fast Amok liefen! Tja, ist halt ein Mac, Macs sind immer da, wenn man sie braucht, während einem Windoofs genau dann im Stich lassen, wenns am dringendsten ist. (Neeiin, ich vermenschliche doch keine Computer!)
Dann noch ein grosses Danke an Lieni, auch wenn leider nichts so klappte wie es geplant war, finde ich es sehr nett, dass du uns den Drucker und den Laptop anvertraut hättest! Und auch danke für deine Geduld.
Und zu guter letzt ein Danke an meinen Paps, der sich am Sonntag Nachmittag doch kurzfristig entschlossen hat, sein Töchterchen mit Hund und Gepäck in Winterthur abzuholen. Von Liesberg aus nicht grad über der Strasse, darum habe ich es auch nicht erwartet. Aber ich war wirklich sehr froh! Heidi übrigens auch. ;)
In den Sinne: Bis nächstes Jahr!
Link zur Hundemesse -> www.hundemesse.ch
Link zu Saskia mit Saybia -> www.dancing-paws.com
Link zu Mikas Rudel und co. -> www.mcwolfi.de
Claudias HP, sie war die Organisatorin des Turniers -> www.dogdance.ch
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