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Was sucht den dass hier??
Der simple Grund, warum ich diese Seite schreib ist, ich bin im Moment für nicht mehr lange eins! Also ein jeune fille au pair. Hier möchte ich mal berichten, wie ein Sprachjahr, welches wohl jeder kennt, leider nicht all zu selten nicht so toll wird, wie im Film “Jeune Homme”! Für die meisten ist es ein total öder Alltag! Tag ein Tag aus das selbe! Kinder hüten, kochen, waschen, den Haushalt schmeissen etc. Sehr viel mehr ist es wirklich nicht. Die einzige Abwechslung ist die Schule.
Allerdings gibt es durchaus jeune filles, die sich wünschen würden, sie hätten so ne “Öde” Famillie! Geeenau, ich z.B!
Angefangen bei einer Fam. ders wohl nicht sehr an Geld fehlte. Naja, also das ist sowieso was, was man wissen sollte, Leute die sich ein au Pair leisten können, denen fehlts praktisch nie an Geld. Teure Sache! Auf jeden Fall war mir schon nach den drei Schnuppertagen klar, das wird eine saumässig heisse Sache. Der kleine Sohnemann war so was von unglaublich verwöhnt das glaubt keiner alleine. Die Grossmutter rannte ihm mit dem Teller hinterher, weil er lieber vor dem Fernseher essen wollte, und auch sonst... schlicht und einfach: er war ein seeehhhr verwöhnter Junge!
Ich als absoluter Nichtkindermensch war restlos überfordert mit ihm, schon am zweiten Tag musste ich wirklich völlig geschlagen in mein Kopfkissen weinen, und zudem halfen mir die Mutter und die Grossmutter so gut es ihnen möglich war, mein kleines Restchen Autorität zu untergraben, somit war das Ende schon mal absehbar. Kurz: ich kündigte nach etwa 4 Wochen völlig entnervt und am Boden zerstört.
Die Schule suchte mir eine neue Familie und ich war hellbegeistert. Sie fanden es alle so eine tolle Familie, das sie sie sich für jemanden Besonderes aufbehielten, und ich sollte diejenige sein. Einen Goldi hatten sie, auch Pferde, (angeblich, hab bis zu der Abreise kein Einziges gesehen!) zwei liebe Jungs und es soll eine sehr offene, frohe Familie sein. Zwar hatte ich grad ein bisschen die Nase voll von “lieben Jungs” doch ansonsten klang es perfekt.
Ich durfte sie bei einem Nachtessen bei ihnen kennen lernen, und ich war so happy danach. Zwar taten einer der beiden etwas doof, aber beide Eltern versicherten mir, das wäre sonst ein Fall für “unter die Dusche MIT Kleider! Kalt!!” Ahhhh, naja, wie sie das machen, war mir ja damals noch mehr oder weniger Hans wie Wurst, nur wollte ich keine zwei so Horrorkinder wie das Letzte eins war. Also verliessen wir die Fam wieder, auch mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch, doch ich freute mich auf sie. Nur wusste ich schon, dass wir sicher einige Meinungsverschiedenheiten haben werden, zumindest was den Hund betrifft. Mehr über mein Baby erfahrt ihr auf dieser Seite.
Ich begann und alles schien so weit so gut, naja, der Mme ihre Ausraster machten mir schon zu schaffen, aber ich versuchte mir nix anmerken zu lassen. Ich war einfach sehr ruhig, den erstens wusste ich ohnehin nicht was sagen, dank der dauerhaften deutschen “Unterstützung” der ersten Fam, und zweitens war ich auch noch recht geprägt von den zwei Ausrastern mir gegenüber der ersten Mme. Meine neue Mme nahms anfangs noch mit Humor doch ich merkte bald, dass es sie doch etwas störte. Irgendwie konnte ich einfach nicht recht, es ging einfach nicht!
Irgendwann war dann schon bald der erste “Fehler” meinerseits, wo der grosse Anfang vom Ende war. Es war Samstag, der Erste, den ich bei ihnen verbrachte. Ich hab ausgeschlafen, ging unter die Dusche, es war ja keiner da. Als ich fertig war, war immer noch keiner da, das Auto stand auch nicht vor dem Haus, also nahm ich den Hund, und machte mich auf einen langen, lehrreichen Spaziergang bereit, mit Schleppleine, Spielzeug, Gudis, Bauchtasche, etc. Kaum war ich zu Tür raus, kam die Mme und die Jungs angefahren, Antonie, der Ältere machte sich grad bereit mitzukommen, was mich nicht grad in Begeisterung versetzte. Ich wollte mein Weekend geniessen, und nicht den Dauerbabysitter spielen, und zudem hab ich auf einem Spaziergange mit einem “Problemhund” nicht noch die Zeit, auf zwei Kinder aufzupassen. Da sagte ich halt der Mme, das ich gerne alleine mit dem Hund gehen würde, und da war das erste Mal, das sie mir die Meinung sagte. Sie hat mir halt gesagt, das ich für die Kinder da sei und nicht für den Hund, und das sie das nicht in Ordnung fände, etc. Gut, ich überlegte dann im Nachhinein, dass das sicher nichts zu bedeuten hat, man muss ja schliesslich miteinander reden können, aber trotzdem lies es mich nicht mehr los.
Mit der Zeit eskalierte aber alles immer wie mehr, ich bekam Probleme mit dem Kleinen weil er den Hund schlug und sonst Plagte, so kamen die Probleme mit der Mme wieder vermehrt zum Vorschein, und so nahm alles einen wieder sehr absehbaren Lauf. Ich hatte Panik vor dieser Mme, hatte immer Angst, das die ausrastet, und das war nicht selten der Fall. Ich konnte mit der Art, wie sie mit ihren Kindern umging nicht einordnen, und kam überhaupt nicht damit zurecht. Die Geschichte mit dem Hund, das ging mir persönlich sowieso ans Lebendige, stundenlange war er draussen angebunden, keiner ging mit ihm spazieren, ich durfte nicht, musste auf die Kinder aufpassen, die Kinder wollten aber nicht mitkommen beim spazieren, etc, etc. Ich könnt noch Seitenweise weiter schreiben, lass es jetzt aber.
Aber diese Probleme waren ja noch die Kleineren, das grössere war, das meine Psyche zusammen sackte. Ich hatte Alpträume, nahm innert einer Woche 3kg ab, (bei meinem Gewicht nicht lustig) hatte für absolut nix mehr Nerven, und bekam unendliches Heimweh, ich heulte Abend für Abend, wenn ich nur an meine Eltern dachte kamen mir die Tränen. Als ich das meinen Gasteltern sagte, nahmen sie es überhaupt nicht ernst. SIe stellten mich vor die Einscheidung, weiter zu machen, oder zu gehen, ich überlegte es mir genau, und entschloss mich dann trotz allem dazu, weiterzumachen, mir Mühe im Haushalt und mit den Kinder zu geben, und vor allem mich weniger um den Hund zu kümmern.
Das die Leute IHRE Entscheidung schon lange davor getroffen habe, wusste ich damals noch nicht, schlussendlich kündigten sie mir. Ich hab das bis heute nicht realisiert. Bis zuletzt waren es diese, welche meine wirkliche Gastfamilie war, fragt mich nicht wiso.
Das ganze begann nun wieder von vorne, eine neue Gastfamilie musste her. Die Schule half mir wieder, allerdings sagte ich grad von Anfang an, wenn ich in irgend einer Weise ein schlechtes Gefühl hab, lass ich es! Die Hilfe, welche diese Mal von der Schule aus kam war lächerlich, Woche für Woche hiess es, nächste Woche bekäme ich bescheid für einen Familienvorschlag, und das satte 8 (!!) Wochen lang. Hätt ich gewusst, das ich so lange zu Hause bin, hätte ich mir eine Arbeit gesucht, oder mindestens auch hier in der Umgebung französische Kures genommen, statt dessen sass ich zwei Monate lang zu Hause rum. Ich gebe da die Hauptschuld daran, das ich jetzt nicht besser Franz kann, und das nervt mich tödlich. Ich hätte gerne das DELF A3 bestanden, leider schaffte ich es nicht, und ich bin überzeugt davon, das ich es geschafft hätte, hätt ich in dieser Zeit französisch geredet.
Nach diesen langen zwei Monaten bekam ich dann meine neue Familie. Da blieb ich nun tatsächlich bis zum Schluss. Anfangs war es echt super da, ich wär am liebsten jedes Weekend da geblieben, allerdings fehlte mir der Kontakt zu meinen Leuten, und so fuhr ich halt Heim.
Die drei Kinder waren zwar nicht gut erzogen, doch ich konnts gut ihnen. Vorallem mit dem ältesten, der war mein kleiner Stern. Der hatte ein goldenes Händchen dafür, wenns mir scheisse ging, jedes Mal war er so süss, während der Mittlere diese Situationen meistens ausnutze um mir eins rein zu würgen, genauso wie die Kleine. Naja, sicherlich machten sie es nicht absichtlich, sie merkten einfach, wann ich schwach war, und machten dann halt Blödsinn.
Trotzdem waren alle Drei kleine Engel. Mein “Feierabendsengel” war aber der Faruk. Ein zehn Jahre alter Berner, aber soooo süüüss! Och meine Güte, wenn der Papiere gehabt hätt, der hätt jede Ausstellung gewonnen. Nur schon sein Scharm war unwiderstehlich, der wickelte jeden sofort um den Finger. Leider ist er vom Vorbesitzer sehr misshandelt worden, er war enorm unterwürfig. Aber fit war, der Hut ab. Von einem zehnjährigen Berneropi, und dann erst noch teilweise Kettenhund erwarte ich einen dicken, fetten, faulen Griesgram, aber nicht der Faruk. Der galoppierte dann in einem schönen Tempo neben dem Fahrad her. Leider hatte er Angst vor meiner riesen Cam, so bekam ich ihn nie recht vor die Linse, und die paar Fotos sind meist nicht gut, hatte die Kamera da noch neu und wusste noch vieles nicht.
Zwar hatte ich gegen Schluss auch hier ein paar Probleme, aber die waren absehbar, ich wusste von vornherein das die Gasteltern nicht gut aufeinander zu sprechen waren. Ich lernte einfach mehr oder weniger das Geschrei zu ignorieren.
Ich war heilfroh als ich im Auto nach Hause fuh, diese Gefühl werd ich nie vergessen. Alles vorbei, alles überlebt, und mir viel nur ein Satz ein: “Jetzt könnt ihr mir alle mal!” Hach es war so schön. Wünsch keinem, das er das alles erleben muss, echt niemandem.
So, das war alles, was ich loswerden wollte. Bevor ihr selber eine Au Pair aufenthalt macht, nehmt euch zwei Sachen zu Herzen. 1. Sucht euch wirklich eine Familie aus, wo ALLES stimmt. Ihr müsst euch wirklich auf diese Familie freuen. und 2.: REDET mit ihnen offen über eure Bedenken und Probleme! Das hilft ungemein, ist einfach ein absolutes Muss. Merkt euch einfach eins.
Alles geht vorbei, im umschauen ist das Jahr vorbei, und dann sehr ihr die Leute vielleicht nie mehr. Und totschlagen tun sie euch sicher nicht.
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